

Es heißt, vor sehr langer Zeit erschuf ein unbekannter Schöpfer eine ganze Welt — und ließ sie unvollendet zurück. Manche Teile dieser Welt hatten noch keine Form. Andere keinen Klang. Wieder andere warteten auf ein Gefühl, das ihnen erst noch gegeben werden musste. Es war eine Welt aus lauter angefangenen Dingen — mächtig, aber stumm, weil niemand da war, um sie zu vollenden. Diese Welt nannte man AVENORIA. Jahrhundertelang lag sie verborgen, wie etwas, das man vergessen hat, bevor man es je richtig kannte. Bis Menschen begannen, sie zu finden — einer nach dem anderen, ohne sich abzusprechen — und zu verstehen: Sie durften weitermachen, wo der Schöpfer aufgehört hatte. Seitdem öffnet sich AVENORIA jedes Jahr an einer anderen Stelle. Ein Jahr lang wird ein einziger unvollendeter Teil dieser Welt zu Ende gebracht — mit allem, was die Menschen mitbringen, die eintreten. Niemand weiß im Voraus, welcher Teil als Nächstes an der Reihe ist. Nur eines gilt immer: Was einmal vollendet ist, bleibt für immer Teil von AVENORIA. Wer eintritt, ist kein Besucher. Er wird selbst zu einem Teil der Vollendung.




